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Da das alles ja nur noch satirisch zu ertragen ist, hab ich jetzt meinen ersten Blog geschrieben:

Über die Guten und die Bösen

Putin ist böse, und die Russen sind böse.

Das waren sie immer schon. Früher waren sie auch noch Kommunisten, was ja das Böse per se ist. Jetzt sind sie auch Kapitalisten. Das stört etwas, weil ja der Kapitalist eigentlich was Gutes ist. Deshalb heißt der böse russische Kapitalist auch Oligarch, damit man ihn vom guten westlichen Kapitalisten unterscheiden kann.

Der Oligarch ist ein russischer Superreicher und Monopolist. Bei uns gibt es auch Superreiche und Monopolisten, aber die sind Ausdruck unserer freien Marktwirtschaft, ja der Freiheit überhaupt. Und das sind ja unsere Werte. Deswegen heißen die Superreichen und Monopolisten bei uns auch nicht Oligarchen, sondern Leistungsträger. Früher gabs auch in der Ukraine Oligarchen, aber seitdem die Ukraine unsere Werte verteidigt, sind die dort logischerweise verschwunden.

Die Ausgeburt des bösen russischen Oligarchenkapitalisten ist Gasprom. Das ist sozusagen der Belzebub unter den Kapitalisten, ein russisches Staatsunternehmen. Wir haben auch Staatsunternehmen, VW zum Beispiel. Die legen jedoch nur ihre Kunden und den Staat mit manipulierten Abgaswerten rein. Nicht aber die westliche Wirtschaft, die Gasprom wie ein böser Drogendealer von seinem Gas abhängig machte.

Wie böse dieses Gasprom ist, konnten die stets klugen Journalisten der „Zeit“ in ihrer jüngsten Ausgabe aufdecken. Der bösen Gasprom war es sogar gelungen, ins Allerheiligste der Deutschen einzudringen, den Fußball, und Schalke 04, den Traditionsverein schlechthin, bis ins Mark zu vergiften. Nachdem es aber den Schalkern gelungen sei, den Gasprom-Dämonen zu bannen, gehe es mit dem Verein wieder bergauf, so analysierten die Journalisten messerscharf. Der Wiederaufstieg in die Erste Bundesliga sei jetzt so gut wie sicher. Wenn es denn überhaupt noch eines Beweises bedurft hätte, dann dies.

Zum Glück haben wir in Deutschland aber eine „Alternative“, die sich "für Deutschland" nennt, aber eigentlich gegen Deutschland ist. Die erklärt uns, dass gar nicht die Russen die Bösen sind, sondern die Merkel-Diktatur und Europa. Deshalb bewundern sie und ihre Anhänger auch Putin.

Putin lässt doch nur die zusammenprügeln und wegsperren, die es an Respekt gegenüber der gerechten russischen Sache fehlen lassen und militärische Spezialoperationen böswillig als Krieg bezeichnen. Und nur besonders renitente Verweigerer der gerechten russischen Sache bekamen auch schon mal was zusätzlich ins Essen, was sie dann aber leider nicht so gut vertragen haben.

Dabei war es doch die böse Ukraine, die zusammen mit den Amerikanern Putin und die friedliebenden Russen geradezu dazu gezwungen hat, in die Ukraine einzufallen und mit gezielten Schlägen auf rein militärische Ziele massenweise unschuldige Zivilisten zu ermorden.

Dass auch die Ukraine böse ist, sieht man schon daran, dass es dort Faschisten gibt. Auch in Russland und Deutschland gibt es Faschisten, aber da sind sie die Guten, siehe "Alternative".

Ganz schlimm aber ist es bei uns hier in der Merkel-Diktatur, die jetzt Corona-Diktatur heißt. Hier darf man sich allenfalls mit Anne Frank vergleichen oder zum Aufhängen von Staatsoberhäuptern aufrufen. Aber wenn man dann seine Bürgerrechte wahrnehmen und das Parlament stürmen will, dann wird man nassgespritzt oder von der brutalen Übermacht von drei Polizisten an der Ausübung seines grundgesetzlichen Widerstandrechtes gehindert.

Da sich diese „Alternative“ allerdings häufig etwas doof anstellt - was ja ein Zeichen dafür ist, dass sie die Guten sind, denn die Bösen sind irgendwie gerissen, siehe Putin ... ähm, Merkel und Gutmenschen - braucht sie eben Putins Unterstützung.

Da kommt schon mal etwas Geld über die Schweiz, und auch in den sozialen Netzwerken haben sie viele eifrige Helferlein. Das sind dann Profile, denen man entnehmen kann, dass sie hübsche Frauen, einfache Bürger oder unabhängige kritische Geister sind oder so lustige Accounts wie @ha_ma3191 oder @hm30515 haben. Die können zu unser aller Glück belegen, dass die wirklich Bösen unsere Politiker, die westlichen Medien und die Amerikaner sind. Denn die streben heimlich die Weltherrschaft an und wollen dazu das Volk austauschen. Gegen Muslime oder Echsen, was ja ungefähr das Gleiche ist.

Der einzig wirklich Gute, der diese Weltverschwörung, hinter der natürlich wie immer auch Juden stecken, noch aufhalten kann, ist Putin!

Womit wir wieder am Anfang wären.


Den Menschen der Ukraine helfen:

Viele wollen gerne selbst den vom Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine helfen. Und es gibt auch vielfältige Initiativen, von der beliebten Kleiderspende bis zu privaten Hilfstransporten. Aber wie richtig helfen?

Aus meiner langjährigen Erfahrungen bei humanitären Auslandseinsätzen mit dem THW weiß ich, dass die beliebten Kleiderspenden oder die privaten Hilfstransporte in die Krisen- und Flüchtlingsregion oft eher eine Belastung als wirkliche Hilfe sind. Sie erfreuen sich zwar zuhause großer medialer Aufmerksamkeit, sind aber für die Betroffenen meist weniger hilfreich. Im Gegenteil, sie belasten die Hilfs- und Logistigstrukturen vor Ort zusätzlich, erschweren die in Krisensregionen ohnehin schwierige Koordinierung weiter und behindern damit notwendige oder sinnvollere Maßnahmen.

Eine gute Zusammenstellung, wie man wirklich helfen kann und was man vermeiden sollte, finden sie auf der Seite des  Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe(BBK) [weiter].

Auf alle Fälle sinnvoll  ist die Hilfe mitttels Geldspenden an erfahrene Organisationen, die bereits vor Ort tätig sind und funktionierende Strukturen und ausgebildetes Personal besitzen. Wie etwa das Deutsche Rotes Kreuz (DRK) oder der Arbeiter Samariter Bund (ASB).

 

 

 

Politisch verantwortliche und Bürger im Kreis Groß-Gerau haben eine Erklärung gegen Rechtsextremisten, Verschwörungstheoretiker und sogenannte "Spaziergändger" und für Offenheit, Respekt und Solidarität veröffentlicht:

Erklärung: WIR zeigen Gesicht für Offenheit, Respekt und Solidarität

Wir, die Unterzeichnenden dieser Erklärung, wenden uns gegen eine Verharmlosung der sogenannten „Spaziergänge“, die keine zufälligen Treffen oder abendliche Erholungsrunden darstellen, sondern nicht angemeldete Demonstrationen und Aufmärsche. Immer wieder kommt es dabei in den deutschlandweiten Aktionen zu gewalttätigen Übergriffen, Hass und Hetze. Mit der Titulierung „Spaziergänge“ wollen die Initiatoren bewusst das Versammlungsrecht mit seinen Vorgaben umgehen.

Auch in Städten und Gemeinden unserer Region marschieren sogenannte „Spaziergänger“ anonym und stumm. Sie wollen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie glauben machen, sie seien in friedlicher Opposition unterwegs, mit guten Absichten und mit universellem Freiheitsgedanken. Dabei nehmen sie in Kauf, dass wesentliche Teile der Bewegung, teils öffentlich, teils im Hintergrund agierend, es mit dem Staat, den Grundrechten, der Demokratie und dem Schutz aller Menschen nicht so gut meinen, wie sie es mit der Symbolik auf der Straße vorgeben: Rechtsextreme und Querdenker, die sich verschiedene Mitläuferinnen und Mitläufer aus allen Teilen der Republik zunutze machen.

Die Unterzeichnenden unterstellen den Teilnehmenden nicht pauschal rechtswidrige oder verletzende Absichten, doch wer sich dieser Gruppe anschließt, solidarisiert sich mit verbaler und körperlicher Gewalt, die nachweislich in diesem Umfeld propagiert wird. Die „Spaziergänger“ gerieren sich als schweigende Mehrheit, doch sie sind eine Minderheit in unserer Gesellschaft. Sie werden geführt und verführt von einer noch kleineren, staatsfeindlichen Minderheit unserer Gesellschaft, die in den sozialen Netzwerken ihr wahres Gesicht zeigt: ohne Distanz zu Gewalt, ohne Anstand im Tonfall, ohne Distanz zu Bedrohungen, denen Verantwortungsträgerinnen und -träger aus Politik, Wissenschaft, Medizin und anderen Teilen unseres zivilen Miteinanders zunehmend ausgesetzt sind. Sie suchen die Anonymität gezielt, um ihre politischen Zwecke zu verschleiern. Sie nutzen die Möglichkeiten unseres Grundgesetzes, unser höchstes Gut; sie nutzen das Versammlungsrecht, um genau dieses zu umgehen. Sie berufen sich auf Demokratie und Pluralismus und kaschieren dabei ihr demokratiefeindliches Auftreten, das von Hetze, Wissenschaftsferne und einem engstirnigen Weltbild geprägt ist.

Unsere Gesellschaft ist aber anders: WIR sind stark, vielfältig und solidarisch. WIR leben Zusammenhalt auf dem Boden unseres Grundgesetzes und schützen unsere Demokratie vor ihren Feinden. Und WIR zeigen mit dieser gemeinsamen Erklärung Gesicht – WIR nennen unsere Namen.

WIR lehnen jedwede Form von Einschüchterung, Hass, Hetze und Gewalt ab.

WIR stehen auf der Seite derer, die demokratisch-rechtsstaatlich handeln und bei Corona-Themen wissenschaftlich fundiert, ausgewogen und im Sinne der Gesellschaft entscheiden. WIR drücken den Schulterschluss mit all jenen Privatpersonen und Initiativen in der Region aus, die sich gegen die Querdenkerszene und die kruden Theorien wenden, die den „Spaziergängen“ zugrunde liegen.

WIR erklären uns solidarisch mit Betroffenen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus einen nahestehenden Menschen verloren haben oder an den Folgen der Erkrankung leiden. WIR stehen an der Seite derjenigen, die täglich mit ihrer Arbeit in den Kliniken, Arztpraxen, Impfstellen, Pflegeeinrichtungen, in den Gesundheitsbehörden oder an anderer Stelle dazu beitragen, diese Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen zu überwinden.

WIR rufen alle „Spaziergängerinnen und Spaziergänger“ auf, genau zu hinterfragen, mit wem sie da auf die Straße gehen, mit welchen Forderungen und auf welcher faktischen Grundlage.

WIR fordern die Demonstrierenden auf, die Regeln einzuhalten, Demonstrationen anzumelden und damit die Anonymität zu verlassen.

WIR fordern die Demonstrierenden auf, eine kritische Distanz zu Einschüchterung, Hass, Hetze und Gewalt einzunehmen.

WIR zeigen Gesicht für Offenheit, Respekt, Solidarität und unsere Demokratie.   

Thomas Will, Landrat

Walter Astheimer, Erster Kreisbeigeordneter

Mit unterzeichnen

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Coronavirus - die Folgen einer Pandemie für die Öffentliche Sicherheit

Bereits 2008 haben wir fraktionsübergreifend ein  "Grünbuch" herausgegeben, in dem die Folgen einer Pandemie als Risiko für die Öffentliche Sicherheit in Deutschland beschrieben werden. Das Grünbuch führte zu Gründung des Zukunftsforums Öffentliche Sicherheit und des Forschungsforum Öffentliche Sicherheit.

Unwetter und Hochwasser – Helfen und Spenden

Die Unwetterereignisse der vergangenen Tage in Nordrhein-Westfalen, Rheinland Pfalz und Bayern haben zu schweren Schäden geführt.

Einsatzkräfte des THW, auch aus Hessen und dem Kreis Groß-Gerau, sind seit mehreren Tagen vor Ort um mit ihrer Fachkompetenz und ihrer spezialisierten Ausstattung zu helfen.

 

 

Viele Menschen bewegt derzeit der Wunsch zu helfen. Das THW nimmt weder Sachspenden noch Geldspenden für Betroffene zentral entgegen. Wenn Sie in Form von Geld spenden möchten, können Sie dies etwa bei den folgenden Spendenkonten tun.

 

Spendenkonto des Deutschen Roten Kreuzes

IBAN: DE63 3702 0500 0005 0233 07 Stichwort: Hochwasser

Spendenkonto des Landes Rheinland-Pfalz

Landeshauptkasse Mainz IBAN: DE78 5505 0120 0200 3006 06 Stichwort: Katastrophenhilfe Hochwasser

Im Internet finden Sie außerdem die Spendenkonten weiterer Organisationen.

 

Auch Helferinnen und Helfer des THW sind teilweise Opfer des Hochwassers geworden und haben Hab und Gut verloren. Die Stiftung THW hat ein spezielles Spendenkonto errichtet, um betroffene Einsatzkräfte gezielt zu unterstützen.

THW-Stiftung

IBAN: DE23 3705 0198 1902 639093

Stichwort: Hilfe für Helfer

 

Spontan Helfen? Das THW rät Spontanhelfern von außerhalb dringend davon ab, einfach in die Katastrophengebiete zu reisen. Das würde die koordinierten Hilfsmaßnahmen gefährden. Freiwillige in den betroffenen Gebieten sollten sich an die jeweiligen Landkreisverwaltungen wenden, die die Katastropheneinsätze koordinieren. 

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