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10.02.2024: Puppets on a String

©Gerold Reichenbach

Blog

Wie Alltagssprache ausgrenzt und Selbstausgrenzung erzwingt.

 

Die Macht der Sprache ist subtil und wirkungsvoll. Denn neben der eigentlichen Bedeutung hat sie immer auch eine Mitbedeutung, im Fachbegriff Konnotation genannt. Und neben dem Gesagten, gibt es so auch immer eine unterschwelliges Rahmensetzung ein verborgenes Curriculum.

Und Sprache ist auch kontextabhängig. So bedeutet die Frage, „sind alle Urnen besetzt?“ vor der namentlichen Abstimmung im Deutschen Bundestag eben ganz etwas anderes als auf dem Friedhof. Das heißt, wie eine Kommunikation abläuft hängt auch immer vom gesellschaftlichen Einstellung Kontext ab.

Schon bei der einfachen Frage, wo kommen Sie oder Du her, wird das deutlich.

So wird in dem Einwanderungsland USA, zumindest vor Trump, die Frage „where do you come from“, - egal welcher Ethnie das Gegenüber ist - in der Regel nicht als Frage nach der Migrationsherkunft, sondern vom Fragenden und Befragten selbstverständlich als Frage nach dem Bundesstaat verstanden.

Anders so in Deutschland. Da läuft das typische Gespräch etwa mit einer schwarzhaarigen Arzthelferin mit dunklerem Teint und einem Patienten oder Patientin etwas anders ab:

„Wo kommen Sie her?“, manchmal auch noch mit dem Zusatz versehen „sie sprechen aber gut deutsch!“

Wobei in dem Zusatz, sie sprechen aber gut deutsch schon der Alltagsrassismus aufblitzt, nämlich die Vorstellung der Andersartigkeit dieser Person, zu der die gute Beherrschung der Deutschen Sprache üblicherweise nicht gehört, welches einem „deutsch“ Aussehenden wie selbstverständlich zugetraut wird. Wobei meine Erfahrung als ehemaliger Deutschlehrer zeigt, dass dieses Zutrauen nicht unbedingt durch Fakten unterlegt ist.

Und meist gibt dann die Befragte auch sofort Auskunft über die Herkunft ihrer Familie. Verseht also die Frage gleich als Frage nach der Abstammung und nicht nach dem Wohnort. Während dies doch von den meisten Mitbürgern wie selbstverständlich als Frage nach dem Wohnort und nicht als Frage nach der Familienabstammung verstanden und auch so beantwortet wird.

Alleine dieser einfache Vorgang zeigt, dass diese unterschwellige Form der Ausgrenzung und des Andersseins sich nicht nur im Kopf des Fragenden festgesetzt hat, der dies meist gar nicht so realisiert. Sondern die mitgegebene Bedeutung zwingt  auch die Befragte schon von vorneherein in Position der Ausgegrenzten, der Andersartigen.

Eigentlich müsste das Gespräch doch so verlaufen:

„Wo kommen sie her?“

„Aus Groß-Gerau!“

„Nein, ich meine, wo kommen sie ursprünglich her?“

„Aus Rüsselsheim!“

„Nein ich meine, wo ihre Familie herkommt!“

„Mein Mann kommt auch aus Rüsselsheim!“

„Nein, das meine ich doch nicht!“

„Ach sie wollen wissen, aus welchem Land meine Familie ursprünglich abstammt?“

„Ja!“

„Aus der Türkei, und ihre?“

 

Also liebe deutsche Mitbürger, denen man im Gegensatz zu den Koslowskis, Gianis, Lorants oder auch Schmidts den Migrationshintergrund ansieht, betrachten sie die Frage, „Wo kommen sie her?“ wie alltagssprachlich eigentlich üblich als eine Frage nach dem Ort und fügen sich nicht in die unterschwellige sprachliche Ausgrenzung. Die Frage nach der ethischen Abstammung ist nämlich ohnehin ziemlich müßig, wenn  man sich vor Augen führt, dass nach Erhebungen eines Schweizer Instituts für Genanalyse mehr als die Hälfte der Bevölkerung Ostdeutschlands slawischer Abstammung ist, und nach Erkenntnissen der Genforschung die heutigen Europäer von dunkelhäutigen Menschen mit blauen Augen abstammen , die aus Anatolien eingewandert sind.

Blackout

Energieknappheit, Überlastung des Stromnetztes, Cyberangriffe -  in der gegenwärtigen Krisensituation, ausgelöst durch den Überfall Russalnds auf die Ukraine sind Stromausfälle (Blackout) auch in Deutschland wahrscheinlicher geworden. Die hybride Kriesführung Russslands in Form eines "Energiekriegs" und Attacken auf kritische Infrastrukturen zeigen die Verwundbarkeit unserer Gesellschaft in der energie und Stromversorgung überdeutlich auf.

Das Szenario eines Stromausfalles, mögliche Ursachen und Auswirkungen haben wir bereits 2008 im Grünbuch "Risiken und Herausforderungen für die öffentliche sicherheit beschrieben".

Coronavirus - die Folgen einer Pandemie für die Öffentliche Sicherheit

Bereits 2008 haben wir fraktionsübergreifend ein  "Grünbuch" herausgegeben, in dem die Folgen einer Pandemie als Risiko für die Öffentliche Sicherheit in Deutschland beschrieben werden. Das Grünbuch führte zu Gründung des Zukunftsforums Öffentliche Sicherheit und des Forschungsforum Öffentliche Sicherheit.

Unwetter und Hochwasser – Helfen und Spenden

Extremwetterereignisse haben in den vergangenen Jahren immer wieder zu schweren Schäden geführt.

Einsatzkräfte des THW, auch aus Hessen und dem Kreis Groß-Gerau, waren dabei immer wieder in der akuten Katastrophenlage und teilweise noch  Monaten danach vor Ort um mit  Fachkompetenz und spezialisierten Ausstattung zu helfen.

Viele Menschen bewegte und bewegt der Wunsch zu helfen.

Das THW selbst nimmt weder Sachspenden noch Geldspenden für Betroffene entgegen. Dafür sind die traditionellen Hilfsorganisationen bewährter Ansprechpartner.

Wenn Sie aber die THW Ortsverbände im Kreis Groß-Gerau oder das THW in Hessen  oder auf Bundesebene direkt unterstützen möchten, so können sie an die THW-Vereinigungen spenden. Die THW Vereinigungen sind private gemeinnützige Vereine und unterstützen auf ihrer Ebene die Bundesanstalt THW und ihre Helfer mit zusätzlicher Austattung sowie bei der Helferbetreuung und Werbung.

das Konto der THW Verinigung Groß-Gerau lautet

THW-Helfervereinigung Groß-Gerau e.V.

Kreissparkasse Groß-Gerau

IBAN: DE24508525530000199448

oder über PayPal

 

Spontan Helfen? Das THW rät Spontanhelfern von außerhalb dringend davon ab, einfach in die Katastrophengebiete zu reisen. Das würde koordinierte Hilfsmaßnahmen gefährden. Freiwillige sollten sich an eingerichtete Anlaufstellen oder an die jeweiligen Landkreis- und Gemeindeverwaltungen in den betroffenen Gebieten wenden, die die Katastropheneinsätze  und Wiederaufbaumaßnahmen koordinieren. 

Oder sie engagieren sich beim THW oder einer anderen Hilfsorganisation, um bei Katatstrophen professionell helfen zu können.

Freiwilliger Helfer im THW werden